27. September 2008

Thema: Liebe und Einheit müssen alle umfassen

Thema: Liebe und Einheit müssen alle umfassen

Vor Gott gibt es keine Weißen und Schwarzen. Es gibt nur eine Farbe, die
Farbe der Dienstbarkeit vor Gott. Geruch und Farbe sind nicht wichtig,
wichtig ist das Herz. Ist das Herz rein, so ist die Hautfarbe, weiß oder
schwarz, ohne Bedeutung. Gott sieht nicht auf die Hautfarbe. Er schaut in
die Herzen. Der bessere ist der, dessen Herz rein ist. Wohlgefälliger ist,
wer den besseren Charakter hat. Ranghöher ist, wer inniger dem Königreich
Abhá zugeWandt.
Abdu'l Baha

Wenn die verschiedenen Rassen Amerikas tatsächlich zu Gemeinschaft und
Einklang zusammenfinden, dann erstrahlt das Licht der Einheit der
Menschheit, der Tag ewiger Herrlichkeit und Wonne bricht an, der Geist
Gottes umfängt alles und die himmlischen Gnadengaben kommen herab. Unter der
Zucht und Führung Gottes, des wahren Hirten, werden alle beschützt und
bewahrt. Er wird sie auf die grünen Auen des Glücks und Beistands führen,
und sie werden das wahre Ziel des Daseins erreichen. Das ist der Einheit
Nutzen und Segen, das ist die Folge der Liebe.
Abdu'l Baha

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26. September 2008

Thema: Unrecht meiden

Thema: Unrecht meiden

Hütet euch, jemandem Unrecht zu tun, der euch anruft und unter eueren Schutz
tritt. Wandelt in der Furcht Gottes und gehört zu denen, die ein
gottgefälliges Leben führen. Verlaßt euch nicht auf euere Macht, ... setzt
euer ganzes Vertrauen,
euere Zuversicht auf Gott, der euch erschaffen hat, und sucht Seinen
Beistand in allen eueren Angelegenheiten. Hilfe kommt allein von Ihm. Er
hilft, wem Er will, mit den Scharen der Himmel und der Erde.
Baha'u'llah, Ährenlese - Eine Auswahl aus den Schriften Baha'u'llahs


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25. September 2008

Thema: Was ist die Quelle alles Guten?

Thema: Was ist die Quelle alles Guten?

Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Sein Gebot
und Zufriedenheit mit Seinem heiligen Willen und Wohlgefallen.
Baha'u'llah - Botschaften aus Akka

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24. September 2008

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Thema: Loslösung von der Welt, Teil 2

Thema: Loslösung von der Welt, Teil 2

Loslösung ist wie die Sonne; sie löscht das Feuer der Begierde und
Selbstsucht, in welches Herz sie auch scheint. Wer vom Lichte der Einsicht
erleuchtet ist, wird sich sicherlich von der Welt und ihren Nichtigkeiten
loslösen ... Lasse dich durch die Welt und ihre Gemeinheit nicht betrüben.
Glücklich ist der Mensch, den Reichtum nicht eitel und Armut nicht traurig
macht.
Baha'u'llah

Er ist der Barmherzige, der Allgütige! O Gott, mein Gott, Du siehst mich, Du
kennst mich. Du bist mein Hafen und meine Zuflucht. Ich habe keinen gesucht
und will keinen suchen denn Dich. Keinen Pfad habe ich betreten und will
keinen betreten als den Pfad Deiner Liebe. In der Verzweiflung dunkler Nacht
wendet sich mein Herz voll Hoffnung dem Morgen Deiner grenzenlosen Gunst zu,
und zur Stunde der Morgendämmerung wird meine matte Seele erfrischt und
gestärkt im Gedenken an Deine Schönheit und Vollkommenheit. Wem die Gnade
Deines Erbarmens hilft, der wird, und wäre er nur ein Tropfen, zu einem
endlosen Meer, und das kleinste Atom leuchtet dank der Ausgießung Deiner
Güte gleich einem strahlenden Stern.
Birg unter Deinem Schutz, Du Geist der Reinheit, Du allgütiger Versorger,
Deinen entzückten, entflammten Diener. Hilf ihm, in der Welt des Seins
standhaft und fest an Deiner Liebe zu hangen, und laß diesen Vogel mit
gebrochenem Flügel in Deinem göttlichen Nest auf dem himmlischen Baume
Schutz und Zuflucht finden.
Baha'u'llah


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23. September 2008

Thema: Loslösung von der Welt, Teil 1

Thema: Loslösung von der Welt, Teil 1

Macht euer Herz frei von der Liebe zu weltlichen Dingen, euere Zunge von
jedem Gedenken außer Seinem Gedenken, euer ganzes Wesen von allem, was euch
davon abhält, Ihm ins Angesicht zu blicken, und was euch verführt, den
Einflüsterungen euerer bösen, verderbten Neigungen zu folgen. Fürchtet Gott,
o Menschen, und gehört zu denen, die den Pfad der Rechtschaffenheit
beschreiten.

Macht euch frei von jeder Bindung an diese Welt und ihre Eitelkeiten. Hütet
euch, ihnen zu nahen, denn sie verleiten euch dazu, eueren Gelüsten und
euerer Habsucht zu folgen, und hindern euch daran, den geraden, herrlichen
Pfad zu betreten.

Wisset, daß mit der "Welt" euere Unachtsamkeit gegen Ihn, eueren Schöpfer,
gemeint ist, euer Erfülltsein von anderem als Ihm. Andererseits
bedeutet "das künftige Leben" alles, was euch sicher macht, daß ihr Gott,
dem Allherrlichen, dem Unvergleichlichen, nahe kommt. Was euch an diesem
Tage abhält, Gott zu lieben, ist nichts anderes als die Welt. Flieht sie,
damit ihr zu den Seligen zählt! Möchte ein Mensch sich mit dem Schmuck
dieser Erde schmücken, ihre Trachten tragen und die Wohltaten genießen, die
sie zu schenken vermag, so kann ihm das nicht schaden, sofern er nichts
zwischen sich und Gott treten läßt; denn Gott hat alle guten Dinge, ob sie
in den Himmeln oder auf Erden erschaffen sind, für jene Seiner Diener
bestimmt, die wahrhaft an ihn glauben. Genießet, o Menschen, die guten
Dinge, die Gott euch erlaubt, und beraubt euch nicht selbst Seiner
wunderbaren Gaben. Bringet Ihm Dank und Preis, und gehöret zu den wahrhaft
Dankbaren.
Baha'u'llah, Die Tafel der Darlegung


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22. September 2008

Thema: Liebevolle Freundlichkeit

Thema: Liebevolle Freundlichkeit

Wenn sich ein Mensch zu Gott hinwendet, findet er überall Sonnenschein. Alle
Menschen sind seine Brüder. Vermeidet, wenn ihr mit Ausländern
zusammenkommt, durch überkommene Förmlichkeit den Anschein von Kälte und
mangelnder Anteilnahme zu erwecken. Schaut sie nicht an, als ob ihr sie für
Tunichtgute, Diebe oder Flegel hieltet. Es mag euch geraten erscheinen,
vorsichtig zu sein, um euch nicht den Gefahren einer Bekanntschaft mit
solchen vielleicht unerwünschten Elementen auszusetzen. Ich bitte euch,
denkt nicht nur an euch selbst. Seid freundlich zu den Fremden, gleichviel
ob sie aus der Türkei, aus Japan, Persien, Rußland, China oder irgendeinem
anderen Land der Erde kommen.
Helft ihnen, sich daheim zu fühlen, erkundigt euch nach ihrer Unterkunft,
fragt, ob ihr ihnen nicht irgendeinen Dienst erweisen könnt, und versucht,
ihr Leben ein wenig glücklicher zu gestalten. Bleibt auch dann noch
weiterhin freundlich, wenn sich euer ursprünglicher Verdacht bestätigt -
derartige Freundlichkeit wird ihnen helfen, sich zu bessern ...
Laßt die Menschen, die ihr trefft, auch ohne besondere Betonung wissen, dass
ihr in der Tat Bahá'í seid.
Setzt Bahá'u'lláhs Lehre von der Güte gegenüber allen Nationen in die Tat
um. Begnügt euch nicht damit, durch Worte Freundschaft zu erzeigen, laßt
eure Herzen in liebevoller Freundlichkeit für alle erglühen, die eure Wege
kreuzen.
Abdu'l-Baha


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20. September 2008

Thema: Quell alles Guten unter den Menschen

Thema: Quell alles Guten unter den Menschen

Es ist Unser Wunsch und Verlangen, daß jeder von euch zu einem Quell alles
Guten unter den Menschen und zu einem Beispiel der Aufrichtigkeit für die
Menschheit werde. Hütet euch, daß ihr euch selbst nicht euerem Nächsten
vorzieht. Richtet eueren Blick auf Ihn, den Tempel Gottes unter den
Menschen. Er hat in Wahrheit sein Leben als Lösegeld für die Erlösung der
Welt dargebracht. Er ist wahrlich der Allgütige, der Gnädige, der Höchste.
Wenn es unter euch zu Meinungsverschiedenheiten kommt, seht Mich vor euerem
Angesicht stehen und überseht gegenseitig euere Fehler um Meines Namens
willen und als ein Zeichen euerer Liebe zu Meiner offenbaren, strahlenden
Sache. Wir wünschen, euch allezeit in Freundschaft und Eintracht im
Paradiese Meines Wohlgefallens miteinander verkehren zu sehen und aus eueren
Taten den Duft der Freundlichkeit und Einigkeit, der Güte und Gemeinschaft
zu verspüren. so rät euch der Allwissende, der Getreue. Wir werden immer mit
euch sein. Wenn Wir den Duft euerer Gemeinschaft verspüren, wird sich Unser
Herz gewiß freuen, denn nichts anderes kann Uns genügen. Dies bezeugt jeder
wahrhaft Verstehende.
Baha'u'llah, Ährenlese - Eine Auswahl aus den Schriften Baha'u'llahs

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19. September 2008

Thema: Seid völlig einig...

Thema: Seid völlig einig...

Seid völlig einig. Erzürnt euch niemals übereinander. Haltet eure Augen auf
das Königreich der Wahrheit und nicht auf die Welt der Schöpfung gerichtet.
Liebt die Geschöpfe um Gottes und nicht um ihrer selbst willen... Die
Menschheit ist nicht vollkommen. Jeder Mensch hat Unvollkommenheiten, und
ihr werdet immer unglücklich werden, wenn ihr auf die Menschen selbst
schaut. Aber wenn ihr zu Gott aufschaut, dann werdet ihr sie lieben und
freundlich zu ihnen sein, denn die Welt Gottes ist die Welt der
Vollkommenheit und vollendeter Gnade. Schaut deshalb nicht auf irgend
jemandes Fehler; schaut mit dem Auge der Vergebung. Das unvollkommene Auge
erkennt Unvollkommenheiten. Das Auge, das die Fehler bedeckt, schaut auf den
Schöpfer der Seelen. Er hat sie erschaffen, Er erzieht sie und sorgt für
sie, verleiht ihnen Fähigkeiten und Leben, Gesicht und Gehör; daher sind sie
die Zeichen Seiner Größe. Ihr müsst jedermann Liebe und Freundlichkeit
erzeigen, euch um die Armen kümmern, die Schwachen schützen, die Kranken
heilen, die Unwissenden lehren und erziehen.
Abdu'l Baha


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18. September 2008

Thema: Ein Herz frei von Haß

Thema: Ein Herz frei von Haß

Handelt so, dass euer Herz von Haß frei ist. Fühlt euch niemals beleidigt.
Wenn jemand einen Fehler begeht und euch Unrecht tut, müßt ihr ihm
augenblicklich vergeben. Beklagt euch nicht über andere. Hütet euch, sie zu
tadeln, und wenn ihr eine Ermahnung oder einen Rat geben wollt, dann tut das
in einer Weise, dass es den Belehrten nicht belastet.
Abdu'l-Baha


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16. September 2008

Thema: Schmerz und Sorge, Teil 2

Thema: Schmerz und Sorge, Teil 2

Wenn wir krank und in Not sind, laßt uns um Gottes Heilung flehen, und Er
wird unser Beten erhören.

Wenn unsere Gedanken mit der Bitternis dieser Welt erfüllt sind, laßt uns
unsere Augen auf die Süße von Gottes Mitleid richten, und Er wird himmlische
Ruhe senden. Wenn wir auch in der stofflichen Welt gefangen sind, so kann
sich doch unser Geist in die Himmel erheben, und wir werden tatsächlich frei
sein.

Wenn sich unsere Tage dem Ende nähern, laßt uns der ewigen Welten gedenken,
und wir werden voller Freude sein.

Überall um euch seht ihr die Beweise für die Unzulänglichkeit der
stofflichen Dinge und daß Freude, Labsal, Friede und Trost nicht in den
vergänglichen Dingen der Welt zu finden sind. Ist es daher nicht töricht,
uns zu weigern, diese Schätze dort zu suchen, wo wir sie finden können? Die
Tore des geistigen Königreiches sind für alle offen, und außerhalb derselben
ist völliges Dunkel.

Danket Gott, daß ihr, die ihr hier versammelt seid, davon wißt, denn in
allen Sorgen des Lebens vermögt ihr höchsten Trost zu erhalten. Wenn eure
Erdentage gezählt sind, so wißt ihr, daß euch ewiges Leben erwartet. Wenn
euch materielle Angst in eine dunkle Wolke hüllt, wird geistiger Glanz euren
Weg erhellen. Wahrlich, wessen Sinn vom Geist des Höchsten erleuchtet ist,
der hat die erhabenste Tröstung.

Ich war durch vierzig Jahre hindurch im Gefängnis - ein bloßes Jahr schon
wäre unmöglich zu ertragen gewesen - niemand hat jene Gefangenschaft länger
als ein Jahr überlebt. Aber Gott sei Dank, während jener ganzen vierzig
Jahre war ich überaus glücklich. Jeden Tag, wenn ich erwachte, war es, als
ob ich gute Botschaften hörte, und jede Nacht erfüllte mich mit unendlicher
Freude. Geistigkeit war mein Trost und Hinwendung zu Gott meine größte
Freude. Glaubt ihr wohl, ich hätte anders vermocht, jene vierzig Jahre in
Gefangenschaft zu leben?

Darum ist Geistigkeit die größte unter den Gaben Gottes, und ,»ewiges
Leben« heißt, »sich zu Gott zu wenden«. Möchtet ihr, einzeln und insgesamt,
mit jedem Tag an Geistigkeit gewinnen, möchtet ihr in allem Guten Stärkung
finden, möchte der göttliche Trost euch immer mehr helfen, euch Gottes
Heiliger Geist erlösen und die Kraft des himmlischen Königreiches unter euch
leben und wirken.

Das ist mein ernstlicher Wunsch, und ich flehe zu Gott, euch diese Gunst zu
gewähren.
Abdu'l Baha, Ansprachen in Paris, 22. November 1911


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15. September 2008

Thema: Schmerz und Sorge, Teil 1

Thema: Schmerz und Sorge, Teil 1

In dieser Welt beeinflussen uns zwei Gefühle: Freude und Schmerz. Die Freude
verleiht uns Schwingen. In Zeiten der Freude ist unsere Kraft belebter,
unser Intellekt geschärfter und unser Begriffsvermögen weniger umzogen. Es
fällt uns offenbar leichter, uns mit der Welt zu messen und unser
Eignungsgebiet herauszufinden. Wenn aber Traurigkeit bei uns einkehrt,
werden wir schwach, die Kraft verläßt uns, unser Fassungsvermögen wird trüb
und unsere Intelligenz umschleiert. Die Gegebenheiten des Lebens scheinen
sich unserem Griff zu entziehen, die Augen des Geistes können die geistigen
Geheimnisse nicht mehr entdecken, und selbst das Leben scheint uns zu
verlassen.

Kein menschliches Wesen bleibt von diesen beiden Einflüssen unberührt, doch
alle Sorge und der Kummer, denen wir begegnen, kommen aus der Welt des
Stoffes, die geistige Welt hingegen schenkt nur Freude.

Leiden wir, so ist es das Ergebnis stofflicher Dinge, und alle Heimsuchungen
und Störungen kommen aus dieser Welt der Täuschung.

So mag zum Beispiel ein Kaufmann sein Geschäft verlieren und
Niedergeschlagenheit daraus folgen. Ein Arbeiter wird entlassen und sieht
dem Hunger entgegen. Ein Bauer hat eine schlechte Ernte, und sein Gemüt wird
angstvoll. Ein Mann baut sich ein Haus, das völlig niederbrennt, er ist ganz
plötzlich obdachlos, zugrundegerichtet und verzweifelt.

Diese Beispiele alle sollen euch zeigen, daß die Prüfungen, die jeden
unserer Schritte umlagern, alle unsere Sorgen, Leiden, Schmach und Kummer
aus der Welt des Stoffes kommen, wogegen das geistige Reich nie Traurigkeit
verursacht. Ein Mensch, der mit seinen Gedanken in diesem Reiche lebt kennt
dauernde Freude. Die Übel, die das Erbe alles Fleisches sind berühren ihn
nicht, sie streifen sein Leben nur an der Oberfläche, während die Tiefen
ruhig und gelassen sind.

Die Menschheit ist heute niedergedrückt von Mühsal, Sorge und Kummer.
Niemand kann sich ihnen entziehen. Die Welt ist naß von Tränen, doch steht
das Heilmittel Gott Lob vor der Türe. Lasset uns unsere Herzen abwenden von
der Welt des Stoffes und in der Welt des Geistes leben. Sie allein kann
Freiheit geben. Sind wir von Schwierigkeiten umringt, so brauchen wir nur
Gott zu rufen, und Seine große Barmherzigkeit wird uns helfen.

Wenn Sorgen und Mißgeschick zu uns kommen, so laßt uns unser Angesicht zum
Königreich wenden, und himmlischer Trost wird fließen.
Abdu'l Baha, Ansprachen in Paris, 22. November 1911

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14. September 2008

Thema: Die Liebe Gottes

Thema: Die Liebe Gottes

Die Geschlechter vor euch - wohin sind sie entschwunden? Und jene, um die
sich zu ihren Lebzeiten die Schönsten und Lieblichsten des Landes bewegten,
wo sind sie jetzt? Lernt aus ihrem Beispiel, o Menschen, und gehört nicht zu
denen, die in die Irre gehen!
Bald werden andere euere Habe in Besitz nehmen und in euere Wohnungen
ziehen. Neigt euer Ohr Meinen Worten, und zählt nicht zu den Törichten.
Es ist die höchste Pflicht eines jeden von euch, für sich selbst zu wählen,
was kein anderer beeinträchtigen, keiner ihm entreißen kann. Das aber - und
dafür ist der Allmächtige Mein Zeuge - ist die Liebe Gottes, könntet ihr es
doch begreifen!
Baut euch Häuser, die Regen und Flut niemals zerstören können und die euch
vor dem Wechsel und Wandel dieses Lebens beschützen.
Baha'u'llah

Wenn jemand die Liebe Gottes besitzt, so ist alles, was er unternimmt,
nützlich. Wenn er aber etwas ohne die Liebe Gottes unternimmt, so ist es
schädlich und wird zur Ursache, daß er sich selbst vor dem Herrn des
Königreichs verhüllt. Aber mit der Liebe Gottes wird alle Bitterkeit in Süße
verwandelt, und jede Gabe wird wertvoll. So schenkt zum Beispiel eine
wohltönende, melodische Stimme einem begeisterten Herzen Leben. Seelen aber,
die in Leidenschaft und Verlangen verstrickt sind, verlockt sie zur Wollust.
Durch die Liebe Gottes werden alle Wissenschaften lieb und wert, aber ohne
sie sind sie fruchtlos, ja sogar Ursache des Wahnsinns. Jede Wissenschaft
gleicht einem Baum. Ist seine Frucht die Liebe Gottes, ist er ein gesegneter
Baum. Andernfalls ist er dürres Holz und taugt schließlich dem Feuer zur
Nahrung.
Abdu'l-Baha


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13. September 2008

Thema: Selbstständige Suche nach Wahrheit

Thema: Selbstständige Suche nach Wahrheit

Im Namen Unseres Herrn, des Erhabenen, des Höchsten.

Niemand vermag die Küsten des Meeres wahrer Erkenntnis zu erreichen, ehe er
sich nicht freimacht von allem im Himmel und auf Erden. Heiligt eure Seelen,
o Völker der Welt, auf daß ihr die Stufe erlangt, die Gott euch bestimmt
hat...

Das ist der Sinn dieser Worte: Wer auf dem Pfade des Glaubens wandelt, wer
nach dem Weine der Gewißheit schmachtet, muß sich läutern von allem, was
irdisch ist - sein Ohr von leerem Geschwätz, sein Gemüt von eitlem Trug,
sein Herz von der Liebe zur Welt, sein Auge von allem Vergänglichen. Auf
Gott muß er bauen, an Ihn sich halten und auf Seinem Wege wandeln. Dann wird
er würdig sein, daß ihm in ihrer Glorie die Sonne göttlicher Erkenntnis und
Einsicht strahle und er zum Gefäße werde für nie geschaute, unendliche
Gnaden. Denn nie darf ein Mensch hoffen, zur Erkenntnis des Allherrlichen zu
gelangen, nie kann er vom Strome göttlicher Erkenntnis und Weisheit trinken,
nie kann er in den Wohnsitz der Unsterblichkeit eingehen noch teilhaben am
Kelche göttlicher Nähe und Gunst - es sei denn, er lasse davon ab, die Worte
und Werke sterblicher Menschen zum Maßstab wahren Erfassens und Erkennens
Gottes und Seiner Propheten zu nehmen.
Baha'u'llah - Das Buch der Gewißheit


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12. September 2008

Thema: Hütet euch, eine Seele zu kränken...

Thema: Hütet euch, eine Seele zu kränken...

O Heerschar Gottes! Hütet euch, eine Seele zu kränken, ein- Herz zu betrüben
oder einen Menschen mit euren Worten zu verletzen, sei er euer Bekannter
oder ein Fremdling, Freund oder Feind. Betet für alle; bittet, daß alle
selig werden und Vergebung finden. Hütet euch, hütet euch, Rache zu nehmen,
selbst dann, wenn jemand nach eurem Blut dürstet. Hütet euch, hütet euch,
die Gefühle eines anderen zu verletzen, auch wenn er ein Übeltäter ist und
euch Böses wünscht. Schaut nicht auf die Geschöpfe, wendet euch ihrem
Schöpfer zu.
Abdu'l-Baha - Briefe und Botschaften

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11. September 2008

Thema: Sei freigebig im Glück...

Thema: Sei freigebig im Glück...

Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück.
Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue hellen und freundlichen
Auges auf ihn.
Sei ein Schatz dem Armen, ein Mahner dem Reichen, eine Antwort auf den
Schrei des Bedürftigen, und halte dein Versprechen heilig.
Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in deiner Rede.
Sei zu keinem Menschen ungerecht und erweise allen Sanftmut.
Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehen, eine Freude den Betrübten,
ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten, Stütze
und Verteidiger für das Opfer der Unterdrückung.
Laß Lauterkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen.
Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Leidenden, dem Flüchtling ein
starker Turm.
Sei dem Blinden Auge und ein Licht der Führung für den Fuß des Irrenden.
Sei ein Schmuck für das Antlitz der Wahrheit, eine Krone für die Stirn der
Treue, ein Pfeiler im Tempel der Rechtschaffenheit, Lebenshauch dem Körper
der Menschheit, ein Banner für die Heerscharen der Gerechtigkeit, ein
Himmelslicht am Horizont der Tugend, Tau für den Urgrund des
Menschenherzens, eine Arche auf dem Meer der Erkenntnis, eine Sonne am
Himmel der Großmut, ein Stein im Diadem der Weisheit, ein strahlendes Licht
am Firmament deiner Zeitgenossen, eine Frucht am Baume der Demut.
Baha'u'llah, Ährenlese


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10. September 2008

Thema: Immer auf das Gute sehen

Thema: Immer auf das Gute sehen

Wenn ein Mensch zehn gute und eine schlechte Eigenschaft hat, so blicke nur
auf die zehn guten und nicht auf die eine schlechte; hat er aber zehn
schlechte und eine gute Eigenschaft, so sieh nur auf die eine gute, nicht
auf die zehn schlechten.
Abdu'l Baha, Briefe und Botschaften

Man darf in jedem menschlichen Wesen nur das sehen, was des Lobes würdig
ist. Wenn man so handelt, kann man der ganzen Menschheit Freund sein.
Betrachten wir die Menschen jedoch vom Standpunkt ihrer Fehler aus, dann ist
es eine äußerst schwierige Aufgabe, mit ihnen Freundschaft zu pflegen.
Es geschah eines Tages zur Zeit Christi - möge das Leben der ganzen Welt ein
Opfer für Ihn sein - daß Er an einem toten Hund vorbeikam, einem
übelriechenden Kadaver, widerlich anzusehen, mit faulenden Gliedern. Einer
Seiner Begleiter sagte: "Wie faul ist sein Gestank!" Ein anderer meinte:
"Wie ekelerregend, wie abscheulich!" Kurzum, jeder hatte etwas hinzuzufügen.
Aber dann sprach Christus, und Er sagte ihnen: "Sehet die Zähne des Hundes!
Wie strahlend weiß sie sind!" Der sündenbedeckende Blick des Messias
verweilte keinen Augenblick lang auf dem Widerwärtigen des Aases. Der
einzige Teil des Kadavers, der keine Abscheu erregte, waren seine Zähne, und
Jesus schaute auf ihren Glanz. So sollten wir, wenn wir unseren Blick auf
andere Menschen richten, das sehen, worin sie sich auszeichnen, und nicht
das, worin sie versagen.
Abdu'l Baha, Briefe und Botschaften


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8. September 2008

Thema: Die Wurzeln des Krieges

Thema: Die Wurzeln des Krieges

Der Nährboden all dieser Tragödien (gemeint sind die Folgen des Krieges) ist
das Vorurteil: das Vorurteil der Rasse und Nation, der Religion, der
politischen Meinung; und die Wurzel des Vorurteils ist die blinde Nachahmung
der Vergangenheit - die Nachahmung in der Religion, bei Einstellungen zu
anderen Rassen, bei nationalen Vorlieben, in der Politik. Solange dieses
Nachäffen der Vergangenheit anhält, werden die Grundlagen der
Gesellschaftsordnung in alle Winde verweht, und die Menschheit wird ständig
den schrecklichsten Gefahren ausgesetzt sein.

Denkt einmal über das Vorurteil der Religionen nach: ... Würden sie wirklich
Gott verehren, so würden sie Seinem Gesetz gehorchen, das ihnen untersagt,
einander zu töten. Würden die Priester der Religionen wirklich den Gott der
Liebe verehren und dem göttlichen Lichte dienen, so würden sie ihre Anhänger
lehren, das Hauptgebot zu befolgen, das heisst, "mit allen Menschen in Liebe
und Barmherzigkeit zu verkehren".
Abdu'l-Baha


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7. September 2008

Thema: Worte der Weisheit

Thema: Worte der Weisheit

Im Namen Gottes, des Erhabensten des Höchsten!

Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Sein Gebot
und Zufriedenheit mit Seinem heiligen Willen und Wohlgefallen.

Das Wesen der Weisheit ist die Gottesfurcht, die Angst vor Seiner Rute und
Strafe, die rasche Wahrnehmung Seiner Gerechtigkeit und Seines Geheißes.

Das Wesen der Religion ist zu bezeugen, was der Herr offenbarte, und zu
befolgen, was Er in Seinem mächtigen Buch verordnete.

Die Quelle allen Ruhmes ist anzunehmen, was der Herr verleiht, und zufrieden
zu sein mit dem, was Gott verfügt.

Das Wesen der Liebe ist für den Menschen, sein Herz dem Geliebten
zuzukehren, sich von allem außer Ihm zu lösen und nichts anderes als sein
Herr zu wünschen.

Wahres Gedenken ist, den Herrn, den Allgepriesenen, zu erwähnen und alles
außer ihm zu vergessen.

Wahre Zuversicht ist für den Diener, seinen beruflichen Pflichten in dieser
Welt nachzugehen, sich fest an den Herrn zu halten und nur Seine Gnade zu
suchen; denn in Seinen Händen liegen die Geschicke aller Seiner Diener.

Das Wesen der Loslösung ist für den Menschen, das Angesicht dem Hofe des
Herrn zuzuwenden, in Seine Gegenwart zu treten, Sein Antlitz zu schauen und
als Zeuge vor Ihm zu stehen.

Das Wesen der Vernunft ist, die eigene Armut zu bezeugen und sich in den
Willen des Herrn, des unabhängigen Herrschers, des Gnädigen, des
Allmachtvollen, zu fügen.

Die Quelle des Mutes und der Macht ist die Verbreitung des Wortes Gottes und
die Standhaftigkeit in Seiner Liebe.

Das Wesen der Nächstenliebe ist für den Diener, von den Segnungen seines
Herrn zu berichten und Ihm allezeit und in jeder Lage Dank zu sagen.

Das Wesen des Glaubens ist, wenig Worte zu machen und eine Fülle von Taten
aufzuweisen. Wisse fürwahr, daß für den, der mehr redet, als er tut, der Tod
besser ist als sein Leben.

Das Wesen wahrer Sicherheit ist, Schweigen zu wahren, auf das Ende der Dinge
zu sehen und der Welt zu entsagen.

Der Anbeginn der Großmut ist, daß der Mensch seinen Reichtum für sich, seine
Familie und die Armen unter seinen Glaubensbrüdern ausgibt.

Das Wesen des Wohlstandes ist die Liebe zu Mir. Wer Mich liebt, besitzt
alles, und wer Mich nicht liebt, gehört fürwahr zu den Armen und
Bedürftigen. Dies ist, was der Finger der Herrlichkeit und des Glanzes
offenbart.

Die Quelle alles Bösen ist für den Menschen, sich von Seinem Herrn
abzuwenden und sein Herz an Gottloses zu hängen.

Das am heftigsten brennende Feuer ist, die Zeichen Gottes in Frage zu
stellen, was Er offenbarte, eitel in Zweifel zu ziehen, Ihn zu leugnen und
sich stolz vor Ihm zu brüsten.

Die Quelle aller Bildung ist die Erkenntnis Gottes, erhaben sei Seine
Herrlichkeit! Diese Erkenntnis kann nur durch die Erkenntnis Seiner
göttlichen Manifestation erlangt werden.

Das Wesen der Erniedrigung ist, den Schatten des Barmherzigen zu verlassen
und seine Zuflucht beim Bösen zu suchen.

Die Quelle des Irrtums ist, nicht an den einen wahren Gott zu glauben, sich
auf anderes als Ihn zu verlassen und Sein Gebot zu fliehen.

Wahren Verlust erleidet, wer seine Tage in völliger Unkenntnis über sein
wahres Selbst verbringt.

Das Wesen all dessen, was Wir für dich offenbarten, ist die Gerechtigkeit.
Sie bedeutet für den Menschen, daß er sich von eitlem Wahn und Nachahmung
frei mache, mit dem Auge der Einheit das herrliche Werk Seiner Hände schaue
und mit forschendem Blick in alles eindringe.

Also haben Wir dich unterwiesen und dir Worte der Weisheit offenbart, auf
daß du dem Herrn, deinem Gott, dankbar seiest und dich damit unter allen
Völkern rühmest.
Baha'u'llah - Botschaften aus Akka

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6. September 2008

Thema: Selbsterkenntnis

Thema: Selbsterkenntnis

Der erste Schmuck und der erste Lichtstrahl, der am Horizont des
Mutterbuches anbricht ist, daß der Mensch sich selbst erkennen und
unterscheiden soll, was zu Erhöhung und Erniedrigung, zu Ruhm und Schande,
zu Reichtum und Armut führt. Wenn der Mensch die Stufe der Erfüllung und
seine Reife erlangt hat, bedarf er des Wohlstands. Wohlstand, den er durch
Handwerk und Beruf erwirbt, ist nach Ansicht der Weisen und vor allem in den
Augen von Dienern, die sich ganz der Erziehung der Welt und der Belehrung
ihrer Völker widmen, lobens- und empfehlenswert. Solche Diener sind wahrlich
Mundschenken für die Lebenswasser der Erkenntnis, Führer auf dem Weg zur
Vollendung. Sie leiten die Völker der Welt auf den geraden Pfad und
unterweisen sie in allem, was Fortschritt und Erhöhung der Menschen fördert.
Der gerade Pfad ist derjenige, welcher den Menschen zum Morgen der
Wahrnehmung, zum Dämmerort wahren Verstehens führt und ihn zu dem bringt,
was ihm zu Ruhm, Ehre und Größe gereicht.
Baha'u'llah - Botschaften aus Akka

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5. September 2008

Thema: Aus dem Testament Baha'u'llahs, Teil 2 von 2

Thema: Aus dem Testament Baha'u'llahs, Teil 2 von 2

Kampf und Streit sind ein für allemal verboten in Seinem Buche. So lautet
der Ratschluß Gottes in dieser Größten Offenbarung. Er ist von Gott davor
bewahrt, jemals aufgehoben zu werden, und ist von Ihm mit dem Glanze Seiner
Bestätigung umkränzt worden. Wahrlich, Er ist der Allwissende, der Allweise.
...
Wir ermahnen euch, Gott zu fürchten, edle Taten zu vollbringen und euch so
zu verhalten, wie es euch ansteht und zur Erhöhung eurer Stufe beiträgt.
Wahrlich, Ich sage: Die Gottesfurcht ist der mächtigste Gebieter, der die
Sache Gottes zum Siege führt, und die dieses Gebieters würdige Heeresmacht
sind zu allen Zeiten ein aufrechter Charakter und reine, edle Taten.
...
Wir hegen die Hoffnung, daß das Volk Bahás sich von den seligen Worten
führen läßt: "Sprich: Alle Dinge sind von Gott." Dieser erhabene Vers ist
wie Wasser, das Feuer des Hasses und der Feindseligkeit zu löschen, welches
in der Menschen Herz und Brust schwelt. Durch diesen einen Vers werden
streitende Völker und Geschlechter zum Lichte wahrer Einheit gelangen.
Wahrlich, Er spricht die Wahrheit und führt den Weg. Er ist der Allmächtige,
der Erhabene, der Gnädige.
...
Was die Welt neu belebt, was die Völker und Geschlechter der Erde erlöst,
ist aus dem Himmel Dessen, Der die Sehnsucht der Welt ist, herniedergesandt
worden. Höret auf die Feder der Herrlichkeit und ihren Rat. Dies ist besser
für euch als alles auf Erden. Solches bezeugt Mein allherrliches, Mein
wundersames Buch.
Baha'u'llah - Das Buch das Bundes


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4. September 2008

Thema: Aus dem Testament Baha'u'llahs, Teil 1 von 2

Thema: Aus dem Testament Baha'u'llahs, Teil 1 von 2

Wir gemahnen euch, o Völker der Welt, alles zu befolgen, was eure Stufe
erhöht. Klammert euch an die Gottesfurcht und haltet euch fest an das Recht.
Wahrlich, Ich sage: Die Zunge ist dazu da, vom Guten zu sprechen; befleckt
sie nicht mit übler Rede. Gott hat vergeben, was vergangen ist. Von nun an
äußere jeder, was sich schickt; jeder enthalte sich der üblen Nachrede, der
Schmähung und all dessen, was andere Menschen traurig macht. Erhaben ist die
Stufe des Menschen!

Vor kurzem strömten diese hehren Worte aus dem Schatzberg Unserer Feder der
Herrlichkeit: Groß und segensreich ist dieser Tag - der Tag, da alles, was
im Menschen verborgen war, offengelegt ist und weiter offengelegt wird.
Erhaben ist die Stufe des Menschen, wenn er sich, fest in der Sache Gottes
gegründet, an Recht und Wahrheit hält. Vor dem Antlitz des Allerbarmers ist
der wahre Mensch dem Himmelszelte gleich: Sein Sehen und Hören sind wie
Sonne und Mond, hell strahlen seine Tugenden wie die Sterne. Ihm ist die
erhabenste Stufe eigen, und sein Einfluß erzieht die Welt des Seins.
...
O ihr Erdenbewohner! Die Religion Gottes ist für Liebe und Einheit da; macht
sie nicht zum Grund für Streit und Feindschaft. In den Augen der
Einsichtigen und derer, welche der höchsten Schau teilhaftig sind, hat die
Feder der Herrlichkeit alles enthüllt, was Glück und Wohlfahrt der
Menschenkinder wirksam schützt und fördert.
Baha'u'llah - Das Buch das Bundes

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3. September 2008

Thema: Umgang mit dem Unterdrückten

Thema: Umgang mit dem Unterdrückten

Wenn ihr den Erniedrigten und Unterdrückten begegnet, wendet euch nicht
verächtlich von ihnen ab, denn der König der Herrlichkeit wacht allezeit
über ihnen und umgibt sie mit einer Zärtlichkeit, wie niemand sie ermessen
kann außer jenen, die ihr Wünschen und Wollen im Willen eueres Herrn, des
Gnädigen, des Allweisen, aufgehen ließen. O ihr Reichen auf Erden! Flieht
nicht das Angesicht des Armen, der im Staube liegt, nein, handelt vielmehr
wie ein Freund an ihm, und laßt euch von ihm die Geschichte des Leides
berichten, mit dem Gottes unerforschlicher Ratschluß ihn heimgesucht hat.
Bei der Gerechtigkeit Gottes! Während ihr euch ihm zugesellt, werden die
himmlischen Heerscharen auf euch niederschauen. Sie werden Fürbitte für euch
tun, eueren Namen loben und euere Tat preisen. Gesegnet sind die Gebildeten,
die sich nicht mit ihren Errungenschaften brüsten, und wohl steht es um die
Rechtschaffenen, die die Sünder nicht verhöhnen, sondern deren Missetaten
verschweigen, damit ihre eigenen Mängel vor den Augen der Menschen verborgen
bleiben.
Baha'u'llah, Ährenlese


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2. September 2008

Thema: Duldsamkeit und Rechtschaffenheit

Thema: Duldsamkeit und Rechtschaffenheit

Wer aufrichtig und getreu ist, sollte sich in strahlender Freude mit allen
Völkern und Geschlechtern der Erde verbinden, da der Verkehr mit anderen
Menschen Einheit und Eintracht schafft, was wiederum zur Aufrechterhaltung
der Ordnung in der Welt und zur Neugeburt der Nationen führt. Selig ist, wer
sich fest an das Seil der Freundlichkeit und des zarten Erbarmens hält, frei
von Haß und Feindseligkeit.
Dieser Unterdrückte ermahnt die Völker der Welt, Duldsamkeit und
Rechtschaffenheit zu üben; dies sind zwei Lichter im Dunkel der Welt, zwei
Erzieher für die Bildung der Menschheit.
Baha'u'llah, Ährenlese - Botschaften aus Akka

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1. September 2008

Thema: Was ist Nächstenliebe?

Thema: Was ist Nächstenliebe?

Das Wesen der Nächstenliebe ist für den Diener, von den Segnungen seines
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Baha'u'llah - Botschaften aus Akka

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