29. Februar 2008

Thema: Freude und Schmerz

Thema: Freude und Schmerz

In dieser Welt beeinflussen uns zwei Gefühle: Freude und Schmerz. Die Freude
verleiht uns Schwingen. In Zeiten der Freude ist unsere Kraft belebter,
unser Intellekt geschärfter und unser Begriffsvermögen weniger umzogen. Es
fällt uns offenbar leichter, uns mit der Welt zu messen und unser
Eignungsgebiet herauszufinden. Wenn aber Traurigkeit bei uns einkehrt,
werden wir schwach, die Kraft verlässt uns, unser Fassungsvermögen wird trüb
und unsere Intelligenz umschleiert. Die Gegebenheiten des Lebens scheinen
sich unserem Griff zu entziehen, die Augen des Geistes können die geistigen
Geheimnisse nicht mehr entdecken, und selbst das Leben scheint uns zu
verlassen.
Kein menschliches Wesen bleibt von diesen beiden Einflüssen unberührt, doch
alle Sorge und der Kummer, denen wir begegnen, kommen aus der Welt des
Stoffes, die geistige Welt hingegen schenkt nur Freude. (.)
Wenn Sorgen und Missgeschick zu uns kommen, so lasst uns unser Angesicht zum
Königreich wenden, und himmlischer Trost wird fließen.
Wenn wir krank und in Not sind, lasst uns um Gottes Heilung flehen, und Er
wird unser Beten erhören.
Wenn unsere Gedanken mit der Bitternis dieser Welt erfüllt sind, lasst uns
unsere Augen auf die Süße von Gottes Mitleid richten, und Er wird himmlische
Ruhe senden. Wenn wir auch in der stofflichen Welt gefangen sind, so kann
sich doch unser Geist in die Himmel erheben, und wir werden tatsächlich frei
sein.
'Abdu'l-Bahá

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